Sinn und Unsinn eines Businessplanes

Sinn und Unsinn eines Businessplanes



Sie haben eine Geschäftsidee und wollen aus dieser zarten Pflanze ein Businessmodell entwickeln? Eine Existenzgrundlage schaffen? Einen Lebenstraum verwirklichen? Ihr eigener Chef sein? Erfolg, Ansehen und Zufriedenheit genießen?

Dann sind Sie wahrscheinlich auf der Suche nach Informationen oder noch besser Anleitungen, wie man einen Businessplan denn so zu schreiben hat. Dabei werden Sie auf Tipps stoßen, die alle Abstufungen beinhalten zwischen einer detaillierten 5-Jahres-Vorschau bis hin zu: Lass es bleiben, es kommt eh anders, als man plant. Ja, was denn nun?

 

1. Für wen, und was will derjenige damit machen/entscheiden?

Brauche ich finanzielle Mittel? Dann werde ich den Businessplan für einen Investor oder eine Bank als Entscheidungsgrundlage benötigen. Oder zumindest für mich als Grundlage für meine Präsentation vor meinem Geldgeber. Es ist übrigens durchaus üblich, zwei Varianten anzufertigen. Zuerst die lange Version für einen selbst und dann die abgespeckte Version für Externe. Hier wird alles herausgenommen, was zu persönlich ist.

 

2. Was muss ich eigentlich für mich selbst wissen?

Es gibt genügend Gründer, die kennen ihr Produkt und ihre Kunden in- und auswendig. Sie arbeiten in bereits in der Branche und starten ein eigenes Unternehmen, weil sie sich sicher sind, zu wissen, was funktioniert und wo die bisherigen Anbieter noch Luft nach oben hätten. Manchmal funktioniert's, aber sehr oft kommen diese Menschen nach dem ersten enttäuschenden Jahresabschluss. Sie haben viel Zeit und Mühe investiert und sind bei weitem nicht dort, wo sie stehen wollten. Was tun? Einfach zusammenreißen und durchhalten? Oder doch Geld, Zeit, Kontakte gezielt einsetzen? Und das, bevor Ihre Bank das Vertrauen verliert und beginnt, unangenehme Entscheidungen zu treffen?

 

Erlauben Sie mir einen Vergleich: Wären Sie Pilot, dann könnten Sie theoretisch ersteinmal Passagiere und Gepäck einladen, starten und dann schauen, welche Probleme es zu lösen gibt. Das würden Sie aber nicht tun, denn Sie wissen, dass es wichtig ist, sich um den Wetterbericht zu kümmern, sich des flugfähigen Zustandes der Maschine zu vergewissern, Proviant und Treibstoff dabei zu haben, Sicherheitssysteme zu checken, die Crew auf die Besonderheiten dieses Fluges vorzubereiten, Geld für die Flughafentaxen und das Auftanken mitzuführen ... Schließlich geht es um das Leben vieler Menschen und auch Ihr eigenes. Was ist denn bei einer Existenzgründung anders?

 

Sammeln wir nocheinmal die Gründe, die für den Aufwand eines Businessplanes sprechen:


+ Nachgedacht wird zu einem Zeitpunkt, wo noch alles möglich ist

+ Geld, Zeit, Nerven und Kontakte werden zielführend in Anspruch genommen

+ Unnötiges "Lehrgeld" wird vermieden

+ Wenn der Businessplan steht, kann man so richtig losstarten und muss "nur" noch umsetzen.

+ Erfahrungswerte, die ein bestehendes Unternehmen hat, werden durch Recherchen erarbeitet. Das braucht man zB für die Kalkulation von Produkten

+ Es ist klar, warum man etwas tut. Und genauso klar ist es, warum man anderes nicht tut. Das gibt Sicherheit.

+ Wenn man Partnern (Bank, Ehepartner, Investoren, Lieferanten, Mitarbeitern, Vermietern, KUNDEN...) sein Geschäftsmodell oder die Angebotspalette erklären will, ist man gewappnet und stottert nicht herum mit Sätzen á la "Nun, das ist schwierig zu erklären ..."

 

Gut und schön, aber wie gelingt mir nun mein persönlicher, sinnvoller Businessplan?

Ganz einfach: Besuchen Sie unser 1-Tages-Training "Businessplan kompakt" am 2. Oktober 2014. Mehr Informationen unter https://www.facebook.com/events/825199610847219/

oder unter willkommenathinterauer [dot] com