3. Unternehmerinnenforum Vorarlberg

3. Unternehmerinnenforum Vorarlberg

Am 8. Juni 2010 veranstaltete "Frau in der Wirtschaft" der Vorarlberger Wirtschaftskammer ihr jährliches Großevent, das Unternehmerinnenforum.

Referentinnen waren Doris Rose, Mitinhaberin, Geschäftsführerin und Chefdesignerin des Modelabels Jones, sowie Susanne Kleinhenz, Autorin, Trainerin und Coach. Die Moderation übernahm ein sich sichtlich unwohl fühlender Roman Rafreider.

Hier eine Zusammenfassung der Infos, die es mir wert waren, sie mitzuschreiben:

Doris Rose, Modelabel Jones:

hat neben dem Geschäft drei Kinder großgezogen. Das ging, weil es sich um ein Familienunternehmen handelt und weil sie immer Kindermädchen hatte.

Am Tag verbringt sie mindestens drei Stunden mit Anproben, weil sie kein Stück in Produktion gibt, in dem sie sich nicht wohl gefühlt hat.

Vertrieben wird über Franchisenehmer und eigene Geschäfte (Flagshipstore ist in der Kärntner Straße in Wien).

Alle zwei Wochen bringt Jones eine neue Kollektion heraus, wobei man nie bei Null anfängt, sondern auf bereits bestehende Designs aufbaut.

Vor dem Vortrag kamen in meinem Umfeld einige Bemerkungen, wie "da gehe ich nicht einkaufen, meine Größe führen die nicht". Frau Rose hat uns wider Erwarten versichert, dass sie bis Größe 44 designen und produzieren.

Ihre zwei Erfolgsgeheimnis: Die Familie steht hinter jedem Produkt, von Anfang (Stoffauswahl, Design, Produktion) bis Ende (Sales und auch Aftersales). Außerdem hat Frau Rose gelernt, dass Mitarbeiter Lob, Kritik und Eigenverantwortung benötigen, um gute Arbeit zu leisten.

Evelyn Böhler, Vorsitzende und Geschäftsführerin von Frau in der Wirtschaft, sowie Eigentümerin der Agentur Werbeerfolg:

Der denkwürdigste Satz des Abends kam von Frau Böhler. Sinngemäß meinte sie: Die Emanzipation der Frau ist erreicht, wenn es Institutionen wie Frau in der Wirtschaft nicht mehr braucht!

Susanne Kleinzhenz, Autorin von "Das 21. Jahrhundert ist weiblich":

Frau Kleinhenz lieferte eine durchgestylte Show zu ihrem durchgestylten Bestseller. Durch Einschätzung der Menschen in verschiedene Typen, genauer in Helden der Griechischen Mythologie, sollen wir Frauen lernen, besser zu kommunizieren.

Sie meint, Frauen wollen sich verlieben, auch in eine Marke. Als Verkäufer soll man deshalb seine Ungeduld zügeln. Man muss sich Zeit lassen, Bedürfnisse herauszufinden. Niemals verächtlich sein. Niemals Zynismus an den Tag legen.

Außerdem ist sie der Meinung, dass Frauen Vielfalt lieben, weshalb man viele bunte Produkte anbieten soll.

Frauen wollen laut Frau Kleinhenz verstanden werden. Man muss bei ihnen zwischen den Zeilen lesen können. Wenn die Frau erst einmal klar sagen muss, was sie will ist es schon zu spät.

Ihre große Weisheit ist das Identitätsmanagement. Das bedeutet, man behandelt das Individuum so, wie es sich selber sieht bzw. sehen möchte.

Ich bin da nicht bei allem ganz ihrer Meinung, aber das muss ja auch nicht sein!

Eventinfos: http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=547993&DstID=1684

Pressebilder: http://www.wirtschaftszeit.at/events/2010/3-unternehmerinnenforum-vorarlberg/